Auftrag der offenen Ganztagsschule

Mit der Einrichtung der Offenen Ganztagsschule in Nordrhein-Westfalen verfolgt die Landesregierung mehrere Ziele bzw. entsteht folgender grundsätzlicher Auftrag:

  • Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere für berufstätige Frauen und Alleinerziehende
  • Öffnung von Schule im Sozialraum und Kooperation mit anderen Partnern
  • Verbesserung und Veränderung der Lehr- und Lernkultur
  • Chancengleichheit insbesondere für bildungsbenachteiligte Kinder
  • Lebensweltorientierung der Angebote und Beteiligung von Kinder und Eltern

Ziele der pädagogischen Arbeit

Damit die o.g. Intention der OGS erreicht wird, leiten wir daraus folgende Ziele für unsere pädagogische Arbeit ab:

Wir unterstützen die Eltern dabei, dass die uns anvertrauten Kinder zu selbstbewussten, verantwortungsvollen und sich sozialverhaltenden Persönlichkeiten heranreifen. Dabei sollen sich alle Kinder, gleich welcher Nation oder Religion, angenommen fühlen. Die Vermittlung von christlich-ethischen Grundwerten ist dabei unerlässlich. Es ist uns wichtig, Werte wie Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit zu vermitteln und die emotionale Kompetenz zu fördern. Die Kinder sollen soziale Kompetenzen wie Fairness, Kompromissbereitschaft, Teilen, Helfen, Unterstützen, Rücksicht, Respekt, Freundschaft und Toleranz entwickeln. Des Weiteren sollen die Kinder zu motiviertem und eigenständigem Lernen angeleitet werden. Dabei wollen wir die kognitiven Fähigkeiten fördern, wobei die Kinder ihre Stärken entwickeln und erkennen sollen. Bei Schwächen erhalten sie Hilfestellungen. Es wird den Kindern Raum gegeben, ihre Phantasie und Kreativität auszuleben. Ebenso wird die Motorik und die Sinneswahrnehmung gestärkt.

Zielgruppe für die OGS sind alle SchülerInnen der Katholischen Grundschule Möwenschule (KGS) und der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Dönhoffstraße. Die Kinder werden z.Zt. in zehn offenen Stammgruppen nach dem situativen Ansatz, d.h. den Bedürfnissen der Kinder entsprechend betreut. Zusätzlich haben sie in der Regel immer die Möglichkeit das Außengelände (Schulhof und Sportplatz) während der OGS-Zeiten unter Aufsicht zu nutzen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt besuchen 275 Kinder beider Schulen die OGS.

Um diese Ziele zu erreichen, verbessern wir stetig unsere Arbeitsweisen und Konzepte. Dabei beziehen wir die Kompetenzen aller MitarbeiterInnnen mit ein. Die Fortbildung und Qualifizierung des Personals ist ein zentraler Punkt unserer Qualitätsverbesserung.

Öffnungszeiten

Die Regelbetreuungszeit in der OGS erstreckt sich montags bis freitags von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Für die Zeit von 7.30 Uhr bis 8.00 Uhr und 16.00 Uhr bis 16.30 Uhr ist eine Früh- bzw. Spätbetreuung eingerichtet.

Die Kinder können zu vereinbarten Zeiten abgeholt werden oder gehen allein nach Hause, frühestens jedoch um 15.00 Uhr.

Von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr gewährleistet die Schule die Betreuung.

An den meisten schulfreien Tagen (bewegliche Ferientage) bietet die OGS Betreuung von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr an. Im Terminkalender können Sie sehen, ob die OGS geöffnet ist oder nicht.

Mittagessen

Einen wesentlichen Bestandteil des Tagesablaufes stellt das gemeinsame Mittagessen dar. Das Essen wird durch eine Metzgerei geliefert und soll von den Eltern für ihre Kinder gebucht werden. In Ausnahmefällen besteht auch die Möglichkeit der Selbstversorgung.

In offenen Gruppen wird in den beiden Mensen gegessen. Dabei haben die Kinder die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wann sie in der Zeit zwischen 12.00 Uhr und 14.15 Uhr essen wollen. Wir legen Wert auf vernünftiges Benehmen, wie zum Beispiel angemessene Tischlautstärke und adäquater Umgang mit dem Besteck. Mindestens jeweils eine Mitarbeiterin/Mitarbeiter pro Mensa begleitet die Kinder während der Essenszeit. Den Kindern wird Verantwortung übertragen, indem sie ihr Geschirr selbst abräumen und die Tische säubern. Für die Kinder stellt die Mittagsmahlzeit die Möglichkeit dar, zur Ruhe zu kommen, sich vom Schulvormittag zu erholen, sich zu stärken und mit anderen Kindern und den MitarbeiterInnen zu sprechen.

Ein Essensvertrag wird mit der Stadt Leverkusen geschlossen. Der Beitrag richtet sich nach dem Einkommen der Eltern und beträgt max. 44,00 € pro Monat und wird von der Stadt Leverkusen eingezogen.

Rhythmisierte Lernzeit

Mit dem Beginn des Schuljahres 2013/2014 wurde in der Zeit von 14.15 Uhr bis 15.00 Uhr eine tägliche, rhythmisierte Lernzeit eingeführt, an der alle Schüler und Schülerinnen, die die OGS besuchen, verbindlich teilnehmen müssen. Bis zu drei MitarbeiterInnen pro Gruppe, Erzieher, Lehrer, Sonderpädagogen, u.a., arbeiten in dieser Zeit in aufgeteilten Kleingruppen mit ca. zehn Kindern an den Hausaufgaben, beschäftigen sich mit Projektarbeit oder fördern lernschwache Schüler und Schülerinnen.

Hausaufgaben in der Lernzeit

Die OGS verfolgt das Anliegen, das Kind in seiner Gesamtentwicklung - zu der auch der schulische Leistungsbereich gehört - bestmöglich zu fördern. Sie ist aber kein Nachhilfe- oder Lernstudio. Bei den Hausaufgaben sind uns folgende Aspekte wichtig:

Wir sorgen für eine ruhige, reizarme und angemessene Arbeitsatmosphäre mit festen Zeiten, Räumen und Personen. Dabei stehen wir dem Kind als Ansprechpartner zur Verfügung, korrigieren stichprobenartig und leiten es zum selbstständigen Arbeiten an. Wir ermutigen die Kinder aber auch zur gegenseitigen Hilfestellung und Partnerarbeit. Wichtig ist uns, dass die Kinder den Erfolg bei ihren Hausaufgaben erfahren und eine positive Einstellung und Eigenverantwortung entwickeln.

Die Hausaufgabenzeit wird gemäß den kultusministeriellen Richtlinien eingehalten, um die Motivation aufrecht zu erhalten. Wenn Kinder in dieser Zeit nicht fertig werden können, wird dies mit den LehrerInnen der Schule kommuniziert. Wir besprechen uns mit Eltern über Schwierigkeiten und Erfolge ihres Kindes bei der Erledigung der Hausaufgaben und klären die Beteiligung der Eltern ab. Die Eltern sollen grundsätzlich die Hausaufgaben mit ihren Kindern besprechen, um Interesse und Wertschätzung zu zeigen. Wir besprechen mit den Kindern Regeln und Verantwortlichkeiten, wonach Kinder auch bei wiederholtem Stören ausgeschlossen werden können. Die Hausaufgaben werden in separaten Klassenräumen jeweils von einer LehrerIn oder ErzieherIn beaufsichtigt. Die Gruppengröße liegt z.Zt. bei ca. 12 Kindern. Integrationsstunden und Sprachförderung werden von den LehrerInnnen durchgeführt und runden die individuelle Förderung ab.

Freispiel

Das freie Spiel hat ebenfalls einen hohen Stellenwert in der OGS. Im freien Spiel können die Kinder ihren eigenen Interessen, Fertigkeiten und Fähigkeiten nachgehen und dabei ihre Spielpartner selbst aussuchen. Es gibt viele Möglichkeiten die vorhandenen Spielzeuge, Medien, Räume und das Gelände der OGS zu nutzen. Die MitarbeiterInnen stehen als Ansprechpartner zur Verfügung und sorgen für die entsprechenden Rahmenbedingungen, die die Phantasie der Kinder unterstützen.

Förderung

Die OGS soll ein Ort des Lernens und des Spielens sein. Hierzu ist eine verlässliche und vertrauensvolle Beziehung zu den MitarbeiterInnen notwendig. Jedes Kind soll seinen Fähigkeiten, Bedürfnissen und Interessen entsprechend in folgenden Bereichen gefordert und gefördert werden:

  • Kognitive Kompetenz
  • Soziale und emotionale Kompetenz
  • Kreativ-musische Kompetenz
  • Motorische Kompetenz

Dafür werden jährlich wechselnd beispielhaft folgende AGs angeboten (Angebote von LehrerInnen, ErzieherInnen und außerschulischen Kooperationspartnern, halbjährlich wechselnde Teilnehmer, nach Anmeldung und „Schnupperstunde“ verpflichtend):

  • Kids-Akademie
  • Töpfern
  • Basketball
  • Kochen u. Ernährung
  • Traumfänger
  • Theater
  • Schach
  • Backen
  • Offenes Werken und Bauen
  • Cheerleader
  • Tanzen
  • Fußball 1./2, Klasse und 3./4. Klasse, Jungen u. Mädchen
  • Erstkommunionsunterricht
  • Bauspielplatz
  • Jungengruppe
  • Fahrrad
  • Nähen
  • Märchen
  • Lesen

Kinderbeteiligung

Wir nehmen die Kinder als Person ernst und berücksichtigen ihre Interessen und Bedürfnisse. Vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten werden beachtet und positiv gewürdigt. Eigene kreative Ideen der SchüerInnen werden aufgenommen und beleben dabei die didaktisch geplanten Lernschritte. Das Team der OGS lebt dabei die Grundzüge einer Demokratie vor. Gruppensitzungen, Abstimmungen und die Berücksichtigung von Spielideen der Kinder sind dabei fester Bestandteil des OGS-Alltags. Gewählte Gruppensprecher vertreten die Interessen der Kinder im OGS-Rat.

Pädagogisch-strukturelle Schwerpunkte (Schuljahresbezogene Ziele 2017/18)

Stärkung der Zusammenarbeit aller an Schule beteiligten Mitarbeiter

Im nächsten Schuljahr wird eine gemeinsame Projektwoche mit GGS – KGS – OGS stattfinden, damit die Verzahnung Vormittag und Nachmittag noch intensiver wird. In dieser Projektwoche werden Themen, die am Vormittag angefangen werden am Nachmittag weitergeführt oder intensiviert. Außerdem findet eine Ausweitung der Themen in vielfältiger Art am Nachmittag statt.

Unser Vorschlag für eine gemeinsame Projektwoche lautet: „Eine Musikwoche“ - Liederreise rund um die Welt oder Liederreise durch die Länder unserer Kinder.

Sprachförderung GGS-Dönhoffstraße

DemeK:
Die GGS hat an der DemeK-Fortbildung der Bezirksregierung Köln teilgenommen. Am Vormittag wird die Grammatikalisierung mit der DemeK-Methode durchgeführt. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der OGS wurden über wichtige Eckpunkte der DemeK-Methode informiert, damit im Rahmen der Lernzeit effektiv weitergearbeitet werden kann. Außerdem haben Mitarbeiterinnen der OGS an aufbauenden Demek-Fortbildungen mit dem Kollegium teilgenommen. Im kommenden Schuljahr soll pro Halbjahr ein DemeK Tag stattfinden, der dann auch in der OGS Zeit weitergeführt wird. Es wird eine  DemeK Fortbildung zum Thema „Von der Ferienschule zur Literaturwoche“ durchgeführt.
Kernvokabular:
Im vergangenen Schuljahr haben Lehrer und OGS Mitarbeiter gemeinsam an der Fortbildung zum Projekt „Kernvokabular“ teilgenommen. Im kommenden Schuljahr werden die Beteiligten zusammen das Projekt weiter bearbeiten.

Im Rahmen dieses Projektes der Universität Köln haben wir Lesekisten zu unterschiedlichen Leseniveaus bekommen, die zur Leseförderung genutzt werden. Lehrer und OGS Mitarbeiter arbeiten gemeinsam mit den Kindern.

Lesen:
Die Lese-AG nd die Märchen-AG werden weiterhin durchgeführt um die Lesekompetenz der Kinder zu fördern und die Freude am Buch zu stärken durch Aktivitäten wie:
  • Vorlesen und Besprechen von Umweltliteratur
  • Rollenspiele
  • Hintergrundinformationen und Diskussionen relevanter Themen
  • Märchen werden gelesen und besprochen
Medien:
Um die Medienkompetenz zu steigern wird zusätzlich zur Zusammenarbeit mit der Katholischen Bücherei auch eine Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei erfolgen. Dort können die Kinder auch digitale Medien nutzen. Besondere Medien stehen dort auch für Flüchtlingskinder ohne Deutschkenntnisse zur Verfügung. Die Medienberaterin der Stadtbücherei unterstützt die Kinder in der Bücherei.

Die spezielle Leseförderung für Flüchtlingskinder am Nachmittag soll bei Bedarf weiter fortgeführt werden.

Sprachförderung KGS-Möwenschule

Durch das vielseitige und gut durchdachte Montessori-Sprach-Material sind die Bereiche Lesen und Vertiefung der Ausdrucksfähigkeit und der Grammatik im Unterricht unserer Schule sehr gut abgedeckt. Auch eine Wortschatzerweiterung ist Teil der Leseförderung. Dennoch gehen die erarbeiteten Inhalte bei immer weniger Kindern in den täglichen Sprachgebrauch über. Um den aktiven Wortschatz der Kinder zu erweitern und eine angemessene Sprache zu trainieren, sind folgende Angebote am Nachmittag geplant:

Märchen-AG:

Das Lesen von Märchen wird durch künstlerische Aktivitäten, Theaterspiel, Hörspiel erweitert.

Freies Sprechen AG:

Kinder, die als Seiteneinsteiger zu kommen oder noch Probleme mit dem mündlichen Sprachgebrauch haben, lernen in dieser AG, Sätze und kleine Vorträge zu entwickeln und vorzutragen.

Bildungsbereich Naturwissenschaft und Technik

Die Nutzung der Lernwerkstatt wird effizienter gestaltet. Im Vormittagsbereich wird es feste Stunden im Stundenplan geben für die Themenerarbeitung in der Lernwerkstatt. Im Nachmittagsbereich werden diese Projekte weiter geführt und Zusatzprojekte angeboten.

Eine wöchentliche naturwissenschaftliche AG fördert die Experimentierfreude der Kinder. Die Ausstattung der Lernwerkstatt bietet hierfür den geeigneten Rahmen.

Psychomotorische Förderung

Im nächsten Schuljahr wird die Motopädieförderung mit Frau Hackethal weiter durchgeführt. Kindern mit motorischen Schwierigkeiten wird hier geholfen den Schulalltag zu bewältigen. Die Gruppe wird aus ca. 8 Kindern bestehen.

Die Wing Tsjun Gruppe aus dem vergangenen Schuljahr wird fortgesetzt, sie unterstützt die Stärkung des Selbstbewusstseins. Das Hauptziel dieses Kurses ist eine generelle positive Verhaltensänderung, um die Sozialkompetenz zu fördern.

Beim Inklusionsprojekt Bauspielplatz / Werken werden im nächsten Schuljahr Kinder mit und ohne Förderbedarf gemeinsam Projekte durchführen und den Bauspielplatz weiter gestalten und nutzen. Im Anschluss an die erfolgten Arbeiten wird die Erzähl- und Berichtskompetenz der Kinder gefördert. Ebenso wird der Gebrauch von Fachsprache erweitert.

Motorische/kreative Förderung im künstlerischen Bereich

Die Wand des Bauspielplatzes wird verschönert. Eine Kunst-AG wird in Zusammenarbeit mit einer Künstlerin die Wand farbig gestalten und mit Mosaiken verzieren. Das Projekt wird von dem Land NRW unterstützt. Diese AG wird besonders für Kinder mit Förderbedarf angeboten. Sie können in dieser AG die Feinmotorik schulen und ihrer Kreativität Ausdruck verleihen. Neue handwerkliche Techniken werden gelernt und verfeinert. Durch die Zusammenarbeit mit der Künstlerin wird das Selbstbewusstsein gestärkt. Nach Beendigung dieses Projekts wird die Mosaik AG weitergeführt. Im neuen Schuljahr sollen weitere Mosaikbilder entstehen, wenn das Projekt weiter vom Land gefördert wird.

Musisch–künstlerische Förderung

Im vergangenen Schuljahr wurde eine Cajon-AG gegründet. Diese AG wird fortgeführt um die Kinder im musischen Bereich zu fördern. Hier wird besonders die Rhythmik der Kinder geschult, die auch für andere Bereiche wie z. B. die Rechtschreibung gebraucht wird.

Die künstlerische Kreativität wird in der Kunst_AG, die mit der AG Bauspielplatz zusammen durchgeführt wird gefördert.

Trainingsraum

Im kommenden Schuljahr soll ein Trainingsraum eingerichtet werden, in dem die Kinder unter Anleitung eines Sozialpädagogen ihre sozialen Kompetenzen schulen können. Außerdem soll hier ein besonderer Raum geschaffen werden, in dem eine gute Integration gelingt – sowohl  für die Kinder als auch für die Eltern.

Training der Sozialkompetenz

Herr Pankow (Schulsozialarbeiter) und Herr Peickert (OGS Leitung) haben im vergangenen Schuljahr mit einer Kindergruppe das Projekt Streitschlichtung gestartet. 8 Kinder wurden zu Streitschlichtern ausgebildet, damit sie sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag anderen Kindern helfen können, im System Schule besser klar zu kommen.

Die soziale Gruppenarbeit in der OGS deckt folgende Felder ab:

  • Streitschlichtung
  • Verhalten in Konfliktsituationen
  • Vertrauensbildung
  • Einhalten der Schulregeln

Außerdem soll im neuen Schuljahr unser Regelkonzept (Stopp-Sätze) noch einmal mit den Kindern erarbeitet und aktualisiert werden, da die neuen Kinder dieses Konzept noch nicht kennen. Ein Projekttag zum diesem Thema ist geplant.

Lernzeit

Zu Beginn des Schuljahres (Ende September) soll eine Konferenz zum Thema Lernzeit mit OGS und Schule stattfinden, um die Gestaltung der Lernzeit zu verbessern.

Die inhaltliche Gestaltung der Lernzeit wird weiter entwickelt. Kinder, die besondere Förderung brauchen, werden individuelle Hilfen in Kleingruppen erhalten. Siehe dazu: Fördergruppenkonzept im Nachmittagsangebot an der GGS Dönhoffstraße.

Die Rückmeldungen bzw. die Zusammenarbeit der Beteiligten an der Lernzeit werden durch Bereitstellung von Zeitfenstern zur Besprechung optimiert. Der 1. Montag im Monat wird im kommenden Schuljahr Teamzeit sein, diese Zeit kann von den  Gruppenleiterinnen und Klassenlehrerinnen als Forum für Gespräche genutzt.

Zu Beginn jedes Schuljahres und dann nach Bedarf treffen sich die Gruppenleiter der OGS-Gruppen mit den KlassenlehrerInnen der jeweiligen Gruppe um die Organisation für die Gruppe abzustimmen.

Bei Bedarf werden Elterngespräche gemeinsam geführt.

Außerdem soll am Ende jeder Woche der KlassenlehrerIn die Rückmeldemappen aus der Lernzeit sichten, um sich einen Überblick zu verschaffen, wie die Hausaufgaben von den Kindern bearbeitet worden sind. Dabei erhält man auch die Rückmeldung, ob die Kinder Probleme mit den Aufgaben hatten oder gezielt Zusatzaufgaben brauchen.

Das Hausaufgabenheft der GGS Dönhoffstraße wird als Mitteilungsheft genutzt. Alle Kinder tragen dort ihre Hausaufgaben ein, damit die Betreuer in der Lernzeit informiert sind.

Fördergruppenkonzept im Nachmittagsangebot an der GGS Dönhoffstraße (Schuljahr 2017/18)

Konzeptentwicklung:

Schülerinnen und Schüler mit hohem Förderbedarf werden auch am Nachmittag in der Betreuung ein spezielles Förderangebot erhalten. Die OGS Mitarbeiterin Frau Reichel und die Förderschullehrer der GGS Dönhoffstraße arbeiten in diesem Projekt zusammen.

Zunächst wird der Bedarf ermittelt und eine Liste der Kinder mit hohem Förderbedarf erstellt. Im letzten Schuljahr besuchten 24 Kinder mit erhöhtem Förderbedarf den Ganztag. Es wurde mit Hilfe von informellen Testungen ermittelt, wo genau ihr Förderbedarf liegt. Anhand der Ergebnisse konnten vier Gruppen gebildet werden.

Ziele:

Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine individuelle Förderung in einer Kleingruppe von max. 6 Kindern.

Inhalte:

Handlungsorientierte und lebensweltorientierte Förderangebote stehen im Vordergrund. Im wesentlichen basiert der Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler in den Bereichen:

  • Motorik (Feinmotorik)
  • Wahrnehmung (taktile, kinästhetische, visuelle Wahrnehmung und Handlungsplanung)
  • Lern- und Arbeitsverhalten (Motivation, Arbeitshaltung, Arbeitsprozess, Selbstbestärkung und -bewertung)
  • Sozialverhalten und Emotionalität (Kooperationsfähigkeit, Regelverhalten, Konfliktverhalten, Kritikfähigkeit, Emotionale Stabilität, Umgang mit Emotionen, Zutrauen versus Ängste)

In der Lernwerkstatt und auf dem Bauspielplatz erhalten die Kinder die Gelegenheit ihre handwerklichen und kreativen Fähigkeiten zu erweitern.

Aus Paletten und Holzresten werden Spielhäuser und Buden gebaut und angemalt. Es soll ein kreativer Prozess in Gang gesetzt werden, der viel Spielraum für eigene Ideen beinhaltet.

Rahmenbedingungen

Finanzierung

Stufe Einkommen Elternbeitrag
1 bis 19.500,00 € 0,00 €
2 bis 25.000,00 € 25,00 €
3 bis 30.500,00 € 30,00 €
4 bis 36.000,00 € 35,00 €
5 bis 41.500,00 € 45,00 €
6 bis 47.000,00 € 55,00 €
7 bis 52.500,00 € 65,00 €
8 bis 58.000,00 € 75,00 €
9 bis 63.000,00 € 90,00 €
10 bis 69.000,00 € 115,00 €
11 bis 74.500,00 € 130,00 €
12 bis 78.000,00 € 155,00 €
13 über 78.000,00 € 180,00 €

Die OGS wird durch Mittel des Landes, durch Zuschüsse der Stadt Leverkusen und Elternbeiträge finanziert. Die Elternbeiträge richten sich nach dem Einkommen der Eltern und betragen max. 180,00 € pro Kind und Monat. Bei Geschwisterkindern in der OGS, bzw. in anderen Betreuungseinrichtungen der Stadt Leverkusen, reduzieren sich die Kosten. Der Betreuungsvertrag wird mit der Stadt Leverkusen geschlossen.

Träger

Die Katholische Jugendagentur Leverkusen, Rhein-Berg, Oberberg gGmbH ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe in Leverkusen. Neben der GGS/KGS Dönhoffstraße sind 2 weitere Standorte von Grundschulen in Leverkusen in der Trägerschaft der KJA LRO. Mit Beginn des Schuljahres 2007/2008 übernahm die gGmbH die Trägerschaft in der Dönhoffstraße.

Seit 1978 bieten die KJA LRO eine vielfältige und den jeweiligen Bedarfen angepasste Palette von jugendpastoralen Angeboten der offenen, sozialräumlichen Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und erzieherische Hilfen. Ziel der Arbeit ist es, jungen Menschen Begleitung und Hilfen anzubieten, damit ihr Leben gelingt und sie sich zu selbstbestimmten Persönlichkeiten entwickeln, die in der Lage sind am wirtschaftlichen, sozialen, gesellschaftlichen und kirchlichen Leben verantwortlich mitzuwirken.

Räume

Drei Gruppenräume und die Mensa stehen ausschließlich für die OGS in einem separaten Gebäude zur Verfügung. Zwei weitere Räume wurden zu Konzeptionsräumen umgestaltet. In einem ist die Lernwerkstatt der Schule untergebracht, im Zweiten wurde ein Lese- und Ruheraum eingerichtet. Fünf Klassenräume (3 KGS, 2 GGS) sind zu Ganztagsklassenräumen umgestaltet worden. Ein weiterer Gruppenraum befindet sich im GGS-Gebäude. Um die o.g. pädagogischen Ziele zu erreichen, unterscheiden sich die Räume der OGS in der Struktur und Einrichtung deutlich von Klassenräumen. Die Ausstattung der Räume gestalten wir so, dass sie den Bedürfnissen der Kinder nach Lernen, Bewegung, Aktivität, Geborgenheit, Ruhe und Rückzug entsprechen. Die Kinder sollen sich dort wohlfühlen. Für gezielte Angebote werden weitere Räume der Schule, wie Turnhalle, Aula, Klassenräume und Schulhof genutzt.

Ausstattung

Die Ausstattung der OGS richtet sich nach den Bedürfnissen der pädagogischen Arbeit vor Ort und wird vom Schulträger finanziert. Dabei werden die oben angeführten Überlegungen unter dem Punkt "Zusammenarbeit mit der Schule" konsequent weitergeführt. Entsprechend soll die Ausstattung bei Bedarf erneuert und ergänzt werden.

Ferienangebote

Die OGS bietet zu folgenden Ferienterminen Betreuung an:

  • In den Oster- und Herbstferien jeweils in der ersten Woche
  • In den Sommerferien die ersten drei Wochen

Während dieser Zeit unternehmen wir Ausflüge und veranstalten Projekte. Ziel ist es auch, durch die Nutzung außerschulischer Orte, Räume sowie kindgerechter, attraktiver Angebote einen echten Ferien- und Erlebnischarakter für die Kinder zu erreichen. Die Ferienbetreuung findet täglich von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr statt. Die Eltern müssen z.Zt. einen Kostenbeitrag von 6,- € inklusive Verpflegung pro Tag dafür entrichten.

Zusammenarbeit und Kooperation

In jeder Gruppe (ca. 25-30 Kinder) arbeiten in der Regel eine pädagogische Fachkraft (ErzieherIn, SozialpädagogIn o.ä.) mit einem Stundenumfang von bis zu 25 Stunden pro Woche als GruppenkoordinatorIn und zwei Ergänzungskräfte mit jeweils 10 Wochenstunden. Vier Küchenfachkräfte arbeiten im Wechsel täglich vier Stunden in der Küche. Ein Dipl. Sozialpädagoge übernimmt die Gesamtleitung für die OGS an unseren Schulen. Das Team der OGS kommt in der Regel alle vier Wochen zusammen, um interne Abläufe, wie Organisation, Aufgabenverteilung etc. zu besprechen. Täglich treffen sich die Gruppenleitungen und Leitung zu einer kurzen Tagesbesprechung. Hier ist sowohl Raum für die Besprechung und den Austausch pädagogischer Interventionen für die Gesamtgruppe, als auch für einzelne Kinder (Fallbesprechung). Die Befindlichkeit und die Zusammenarbeit im Team wird regelmäßig thematisiert, um Transparenz, Effektivität und Zufriedenheit zu erhalten. Im Team werden auch Inhalte aus Fortbildungen an die KollegInnen weitergegeben.

Zusammenarbeit mit Eltern

Die Zusammenarbeit mit Eltern ist wesentlicher Bestandteil unserer OGS. MitarbeiterInnen und Eltern stehen im Idealfall in ständigem Kontakt. Dabei gibt es verschiedene Arten des Austausches. Hier besteht die Möglichkeit der sogenannten „Tür- und Angelgespräche“, bei denen kurzfristig aktuelle Geschehnisse besprochen und Informationen weitergegeben werden. Aber auch individuelle Elterngespräche werden den Eltern angeboten. Sie bieten die Möglichkeit, intensiv über ihre Kinder zu sprechen und ggf. mit den Eltern einen besonderen Handlungsbedarf festzustellen und zu erarbeiten. Diese Gespräche finden abseits des Gruppengeschehens und nach Terminvereinbarung statt. Durch Elternbriefe und Aushänge am Infobrett werden Eltern über Neuigkeiten, bevorstehende Projekte, besondere Aktivitäten und den Essensplan informiert. Des Weiteren finden regelmäßig Elternabende statt. Wir streben eine Mitarbeit der Eltern bei Projekten und Feiern an. Davon profitieren Kinder, MitarbeiterInnen und die Eltern selbst.

Zusammenarbeit mit der Schule

Eine ständige Kommunikation mit der Schule (LehrerInnen und Schulleitungen) und dem Träger sowie den MitarbeiterInnen der OGS ist unerlässlich und wichtig:

  • Regelmäßige Jour-Fixe Treffen von Schulleitung, Träger und OGS-Leitung zur Klärung und Sicherung der strukturellen Rahmenbedingungen
  • Bedarfsgerechte Teilnahme der OGS-Leitung an Lehrerkonferenzen und der Schulleitung an OGS-Konferenzen
  • Gemeinsame Planungskonferenzen mit zusätzlichen Vertretern
  • Gemeinsame Fortbildungen
  • Regelmäßiger Austausch zwischen LehrerInnen und des OGS-Teams
  • Hospitationen im Unterricht
  • Lehrerstunden im Nachmittagsangebot, in der Lernzeit
  • Gemeinsames Führen von Elterngesprächen
  • Gemeinsame Kooperation mit Behörden, z.B. Jugendamt

Kooperation mit externen Partnern

Damit das Angebot in der OGS lebendig bleibt und unterschiedliche Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden, kooperieren

wir mit unterschiedlichen externen Partnern. So können wir alle Lebensbereiche der Kinder integrieren und an ihren Lebenswelten anknüpfen.

Wir streben eine produktive Kooperation mit folgenden Institutionen an:

  • Kirchengemeinde Wiesdorf
  • NaturGut Ophoven
  • Musikschule Leverkusen
  • TSV Bayer 04